Sommerwind

Behaglich sitze ich in diesem Garten,
genieß den leichten, warmen Sommerwind.
Freu mich an Blumen, die in vielen Arten
und bunten Farben hier versammelt sind.

Belausche Vögel, suche zu entdecken
zu welchem Tier wohl jener Ruf gehört.
Die zwei dort scheinen sich verliebt zu necken,
ein andrer schimpft, ob ihn das so empört?

Begeistert lass ich meine Blicke schweifen.
Ich träume einfach nur so vor mich hin,
versuche nichts Bestimmtes zu begreifen

und frag auch nicht nach meines Lebens Sinn.
Will diesmal nur die Möglichkeit ergreifen
um mich zu freuen – daran, dass ich bin.

Autorin:
Anita Menger

mit freundlicher Genehmigung von
Frau Anita Menger

aus:
Festtagsgedichte



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Meditation des Monats
PerspekTiefe

Zeit
zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten.
Zeit des schmerzlichen Abschieds:
Es war nichts mehr wie es einmal war.

Zeit
zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten.
Zeit der Sehnsucht
nach dem verheißenen Beistand aus der Höhe.

Damals
Zeit
zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten.

Die Apostel gewinnen langsam
– im Gebet versammelt um Maria –
eine neue Perspektive,
die das Kommen des Geistes Gottes
in der Tiefe ihrer Herzen ermöglicht,
die sie motiviert
hinaus zu gehen und das Wort
– gelegen oder ungelegen –
begeistert zu verkünden.

Heute
Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten.

Wir versammeln uns um Maria und flehen:
Komm, Heiliger Geist!
Gieße dein Licht aus über uns.
Schenke uns eine neue Perspektive,
heute, in dieser verworrenen Zeit.
Ergreife uns in der Tiefe.
Wandle
– nicht nur die Strukturen –
wandle uns in der Tiefe der Herzen.

Autor:

Sr. M. Annetraud Bolkart

mit freundlicher Genehmigung von
Herrn Prof. Dr. Hubertus Brantzen

aus:
Spurensuche