Drückende Schwüle

Drückende Schwüle.
Hochsommerplage.
Windstille legt sich
über die Stadt.

Schaffende geben
heute ihr letztes.
Draußen im Freien
Sonnenschein satt.

Brütende Hitze,
ächzende Seelen,
schweißnasse Körper,
dürstend und matt.

Zähflüssig strömen
abends durch Gassen
Menschen. Sie streben
heimwärts – so platt.

Autorin:
Anita Menger

mit freundlicher Genehmigung von
Frau Anita Menger

aus:
Festtagsgedichte





Meditation des Monats
Die Spannung machts

Oh, Gott,
was wäre ein kühler Schluck Wasser
ohne Durst?
Was wären die feinsten Speisen
ohne Hunger?
Was wäre der schönste Schlaf
ohne Müdigkeit?
Was wäre Stille
ohne den Lärm der Welt?
Was wären Beziehungen
ohne vielfältige Meinung?
Gott sei Dank
gibt es Gegensätze!
Sie machen das Leben
bunt und spannend!

Autorin:

Martina Hack

mit freundlicher Genehmigung von
Herrn Prof. Dr. Hubertus Brantzen

aus:
Spurensuche